Über Einfache Sprache
Die Zielgruppe Einfacher Sprache betrifft eine breite Zielgruppe. Sie befindet sich zwischen
leichter Sprache und Fachsprache. Der Grundgedanke hierbei ist, einer großen Zielgruppe
einen nützlichen Text zur Verfügung zu stellen.
Die Grundsätze der einfachen Sprache wurden in der internationalen Norm (DIN ISO 24495-
1:2024-03) festgehalten, und lassen sich in vier Punkte gliedern.
- Die Leserschaft erhält, was sie braucht. (Relevanz)
- Die Leserschaft kann leicht finden, was sie braucht. (Auffindbarkeit)
- Die Leserschaft kann leicht verstehen, was sie findet. (Verständlichkeit)
- Die Leserschaft kann die Informationen einfach verwenden. (Anwendbarkeit)
Was sollte ich bei dem Verfassen von Texten beachten:
Sprache und Wortwahl
- Stil: Direkte Sprache, keine unnötigen Wörter,
- Zielgruppengerecht: Erreichen einer breiten Öffentlichkeit, nicht belehrend
- Relevanz: Nur wichtige Inhalte/Informationen darstellen/erklären
- Verständlichkeit: Aussagen klar und prägnant
- Aktive Sprache verwenden
- Gendern: Erlaubt, sofern der Text verständlich bleibt
- Fachwörter: bei gemischter Zielgruppe vermeiden
- Begriffe, Synonyme: Gewählte Begriffe durchgängig verwenden.
- Füllwörter/Metaphern/Abstraktionen: sollten vermieden werden.
- Substantivierung vermeiden
Satzbau
- Ein Gedanke pro Satz (15 – 25 Wörter)
- Einfaches Satzgefüge (Subjekt – Prädikat – Objekt)
- Keine Schachtelsätze
Grammatik
- Vorzugsweise im Aktiv
- Kein Konjunktiv
- Verneinungen vermeiden
- Möglichst im Präsens schreiben, für die Vergangenheit geläufige Formen verwenden
Textformatierung
- Textlänge: möglichst kurz
- Wörter: möglichst kurz
- Absätze: kurze Absätze, einfache Gliederung
- Überschriften: möglichst wenige unterschiedliche Ebenen
- Sätze/Zeilen: Zusammenhängender Fließtext im /linksbündig/Flattersatz
- Zahlen: besser in Ziffern als ausgeschrieben
- Schrift: Pro Text nur eine Schriftart. Serifenlos (z.B. Arial ab 12 pt)
- Illustrationen: Sollten einfach erfassbar sein
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Die Leo Studie
Die zweite Level-One Studie 2018 (LEO 2018) erfasst die Lese- und Schreibkompetenzen der Deutsch sprechenden erwachsenen Bevölkerung (18-64 Jahre).
Grotlüschen, Anke; Buddeberg, Klaus; Dutz, Gregor; Heilmann, Lisanne; Stammer, Christopher (2019):
LEO 2018 – Leben mit geringer Literalität. Pressebroschüre, Hamburg
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